Eine Krankheit, die vielen Angst macht

Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten

Bützow • Obwohl die Heilungschancen weiter steigen, ist Krebs nach wie vor die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Die Diagnose verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das von Familie und Freunden. „Krebs verbinden viele automatisch mit dem Gedanken an den Tod. Umso wichtiger sind klärende Gespräche über Behandlungsmöglichkeiten mit Ärzten, aber auch Gespräche mit Angehörigen über Sorgen und Ängste“, so Dr. Friesecke, Leiterin der Palliativstation der Warnow-Klinik Bützow.

Die Anzeichen einer möglichen Krebserkrankungen sind zahlreich. Viele Patienten berichten von einer Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit oder Nachtschweiß. Doch auch andere Krankheiten können mit diesen Symptomen in Verbindung gebracht werden, weshalb eine frühe Krebsvorsorgeuntersuchung ungemein wichtig ist. „Jede Krankenkasse übernimmt ab einem bestimmten Alter die verschiedensten Vorsorgeuntersuchungen, wie Darmspiegelungen, gynäkologische und urologische Untersuchungen“, so Dr. Friesecke. Auch in der Warnow-Klinik Bützow gibt es Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung. „Der erste Weg ist jedoch immer eine Untersuchung beim Hausarzt. Wir können dann bei Verdacht mögliche Krebserkrankungen durch die Untersuchung der Blutwerte oder durch eine Darmspiegelung und Magenspiegelung feststellen“, ergänzt Jördis Rothe, Chefärztin der Inneren Medizin.

Auch für den schlimmsten Fall ist die Warnow-Klinik Ansprechpartner vieler Patienten. Als Leiterin der Palliativstation ist Krebs ein präsentes Thema, bei dem die Medizinerin den Patienten und Angehörigen stärkend zur Seite steht. „Gemeinsame Gespräche sind hierbei sehr wichtig, ebenso wie das lindern der Symptome und weitere Vorbereitungen, bei denen wir den Patienten und ihren Angehörigen unter die Arme greifen“, so Dr. Friesecke.

„Die Zahl der Krebserkrankungen nimmt zu, was jedoch auch an der besseren Diagnostik und der steigenden Lebenserwartung liegt. Bei einer Früherkennung stehen die Chancen einer Heilung jedoch oft gut“, sagt Jördis Rothe. Mit einem gesunden und und ausgewogenen Lebensstil kann man Erkrankungen zwar vorbeugen, jedoch nicht immer verhindern. Viel Fisch, Obst und Gemüse, möglichst viele Vitamine, Ballaststoffe und ausreichend Schlaf sind vorbeugende Maßnahmen. Man sollte ebenfalls auf Nikotin und auch Alkohol verzichten. Diese sind bekannte Auslöser von Lungen- und Leberkrebs. Beide Medizinerinnen sprechen zudem von einer ausgewogenen Balance zwischen Freizeit und Beruf, die ein gesundes Leben fördert und Krankheiten vorbeugt.

Jördis Rothe untersucht regelmäßig Patienten in der Warnow-Klinik bei Verdacht auf eine Krebserkrankung. Foto: maxpress/cg

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